Bestandsanalyse

 

Die wesentliche Stärke und damit das Herausstellungsmerkmal für das Entwicklungsgebiet sind die Lage an der Obereider und die Möglichkeiten, die sich durch die Wasserfläche selbst bieten.

Allerdings existieren auf beiden Seiten der Obereider wesentliche städtebauliche Mängel durch den fehlenden Wasserbezug der Stadtzentren zur Obereider und die mangelnden Verbindungsfunktionen zwischen den Städten.

Durch die Schaffung eines breiten attraktiven Zugangs der Städte an die Obereider würde sich zusätzlich zur städtebaulichen Funktion auch ein Ansatz zur Schaffung durchgängiger Grünverbindungen beidseits der Obereider bis hin in den nördlich Büdelsdorfs angrenzenden Landschaftsraum bieten.

In den beiden Städten befinden sich darüber hinaus eine Reihe von Bindungen und Ansatzpunkten, die bei der Entwicklung städtebaulicher Konzepte einzubeziehen sind.

Auf Büdelsdorfer Seite sind dies insbesondere:

  • historischer Ortskerns an der alten Dorfstraße
  • in Teilen noch erkennbare historischen Alleen (Vorwerksallee, Hüttenallee)
  • industriegeschichtlich relevante Einzelgebäude (u.a. Remise, Direktorenhaus, Pferdehalterei, Carlshütte, Kupolofen, Blechwerk)
  • stark belastete Hollerstraße als Verbindungselement zwischen bestehenden Quartieren und dem Entwicklungsgebiet

Auf Rendsburger Seite sind dies insbesondere:

  • historische Platzfolge mit intakter Randbebauung vom Schiffbrückenplatz über den Schlossplatz bis zur Obereider
  • Silhouette der historischen Altstadt
  • Trennwirkung zwischen historischem Stadtzentrum und der Obereider durch die Bahntrasse und die Denkerstraße
  • aus der historischen Lage der Obereider resultierende Wasser- und Freiflächen (u. a. Verbindung von Ober- und Untereider)