Stadthistorische Betrachtung
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Bei Betrachtung der historischen Entwicklung des Plangebietes sind einige wesentliche Strukturen bis heute erkennbar:
- Die Wasserfläche der Obereider als das prägende Element des Planungsraums erfuhr an ihren Ufern im Laufe der Geschichte vielfältige Veränderungen.
- Der ehemalige Verlauf der Obereider ist nur noch in Form von isolierten Wasserflächen im Stadtraum Rendsburg zu erahnen.
Daneben sind in beiden Städten einige zusätzliche stadthistorisch relevante Strukturen erkennbar.
Auf Büdelsdorfer Seite ist dies der alte Ortskern im Bereich der Alten Dorfstraße und der in allen historischen Karten enthaltene wesentliche Verbindungsweg Alte Dorfstraße und die historischen Achsen Hüttenweg und Vorwerksallee, die sich an der heutigen Hollerstraße im Bereich des Eisenkunstgussmuseums schneiden.
Auf Rendsburger Seite ist die Lage der historischen Altstadt mit den prägenden Plätzen Schiffbrückenplatz und Schlossplatz nahezu unverändert.
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Bebauung und Nutzung
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Die zentralen Bereiche des Planungsgebietes werden durch industrielle Strukturen geprägt, die von intensiver Produktion bis zu teilweisen Leerständen reichen. Diese nach Verfügbarkeit zu wandelnden Industriebereiche bieten vielfältige Ansatzpunkte für die zukunftsweisende Stadtentwicklung beider Städte.
Innerhalb der Industrieflächen befinden sich als Zeugen der industriellen Geschichte der Fläche einige prägende, erhaltenswerte Gebäude wie das Direktorenhaus, Remise, Pferdehalterei, Carlshütte mit Kupolofen und Blechwerk.
An die industriellen Flächen angrenzend befinden sich die historischen Zentren der Städte Rendsburg und Büdelsdorf.
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Verkehr
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Die äußere Erschließung des Plangebietes erfolgt heute über die überregionalen Hauptverkehrsstraßen Brückenstraße (B 203) und Hollerstraße (B 203) auf Büdelsdorfer Seite und Denkerstraße (L 47) auf Rendsburger Seite. Alle drei Straßen weisen bereits vor Umsetzung der Entwicklungsmaßnahme Obereider mit jeweils über 20.000 Fahrzeugen eine hohe Auslastung auf. Darüber hinaus wurde eine Prognose der Verkehrsentwicklung für den gesamten Raum Rendsburg für das Jahr 2020 ermittelt.
| Abschnitt |
DTV 2000 |
DTV 2020 |
DTV 2020 + Eiderwiesen- bebauung |
| Baubeginn bis Am Ahlmannkai / Eiderwiesen |
22.700 Kfz/24h |
29.200 Kfz/24h |
31.000 Kfz/24h |
| Am Ahlmannkai / Eiderwiese bis Hollerstrasse |
22.310 Kfz/24h |
25.000 Kfz/24h |
27.000 Kfz/24h |
In dieser Prognose enthalten sind die geplanten Änderungen der Strukturdaten (Wohnbebauung und Gewerbeflächen) in den Städten Rendsburg und Büdelsdorf sowie den angrenzenden Gemeinden, die Änderung der Netzstruktur und die Veränderung des Motorisierungsgrades.
Daraus resultiert bereits ohne Umsetzung der Maßnahmen des Entwicklungsgebietes Obereider eine erheblich höhere Belastung des bestehenden Straßennetzes.
Die interne Erschließung des Gebietes erfolgt derzeit auf Büdelsdorfer Seite über eine Anknüpfung an die Brückenstraße - Am Ahlmannkai und eine Anbindung an die Hollerstraße im Bereich Vorwerk.
Die Erschließung der Rendsburger Hafenseite erfolgt nach Abschluss der Bauarbeiten über die breite Durchführung in Verlängerung des Schlossplatzes, unter der neuen Bahnbrücke hindurch von der Denkerstrasse aus.
Neben der Kfz-Erschließung verlaufen einige wichtige Radverkehrs- und Fußgängerverbindungen innerhalb des Planungsgebietes. Insbesondere parallel zur Bahnlinie, die zwischen der historischen Altstadt und dem Hafengebiet verläuft und begleitend zur Brückenstraße werden wichtige Verbindungen geführt.
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Grün
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Eignungsflächen für den Biotopverbund
- Die Hollerschen Anlagen im Westen sind als Nebenverbundachse aus dem landesweiten Schutzgebiets- und Biotopverbundsystem übernommen.
Landschaftsplan (LP) der Stadt Büdelsdorf 1996:
- Hollersche Anlagen:
Schutz- und Erholungsfunktion, überörtliche Bedeutung für den Biotop- und Artenschutz, Erhalt und Sanierung der angrenzenden Problembereiche (Spülfeld, Schlackenhalde).
- Freiflächen an der Brückenstraße:
Innerörtliche Freifläche mit Bedeutung als innerörtliches Trittsteinbiotop, Trennfunktion zwischen Wohn- sowie Industriegebieten und den Siedlungsbereichen von Rendsburg und Büdelsdorf, Erhalt der gemäß §15a LNatSchG geschützten Biotopflächen und Verbund mit einem Grünzug, Freihalten von Bebauung.
- Darstellung von zu erhaltenden und neu zu schaffenden Grünverbindungen, z.T. mit fußläufigen Verbindungen kombiniert:
Vorhandene Grünverbindungen sind zum einen die Grünlandfläche bzw. der Parkrest zwischen Brückenstraße und Vorwerk und zum anderen die Hollerschen Anlagen und weiter westlich die unbebauten Obereiderufer.
Eine geplante Verbindung verläuft zwischen den Hollerschen Anlagen entlang der Obereider und der Bahnlinie bis zum Park an der Senioren-Wohnanlage.
- Flächen zum Schutz, zur Pflege und Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft:
Nördlicher Bereich der Eiderwiesen, Hollersche Anlagen, Flächen der Deponie- und Schlackenhalden sowie der Spülfläche.
Landschaftsplan der Stadt Rendsburg 2001:
- Obereider:
Erhaltung und Förderung der verbliebenen Reste eines gewässertypischen Ufersaums, Vergrößerung des Schilfsaumes, Rückbau der Uferbefestigungen, wo möglich.
- Teich an der Obereider:
Erhaltung des durch einen Damm abgetrennten Teiches als offene Wasserfläche oder Wiederherstellung des ursprünglichen Biotopverbundes mit der Obereider durch Entfernen des Dammes, Renaturierung des Uferbereiches, keine Verfüllung.
- Erholung:
Errichtung eines wasserseitigen Wanderweges zwischen der Parkanlage Eiland und der Grünanlage Parksiedlung, Erhalt der Obereider als Schwerpunktbereich für den Wassersport (Segeln, Windsurfing, Rudern, Kanu fahren und Angeln).
Untersucht wurden außerdem die im Untersuchungsgebiet vorhandenen Biotoptypen (Wald, Grünland etc.) und Nutzungen.
Büdelsdorf
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Gehölzbestände
- Hollersche Anlagen mit Laubwald und Bruchwald
- Einzelbäume - Ortsbild prägend sind die Baumbestände an der Hollerstraße und die Kastanien an der Straße Vorwerk
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Ruderal- und Brachflächen, Grünland
- Sonstige Sukzessionsfläche - ehemalige Spülflächen um den Sandfang (gesetzlich geschütztes Biotop)
- Ruderalflächen: spontan aufgekommene Vegetation z.B. auf den südlichen Grundstücken Brunneck/Hollerstraße und westlich der Spülfläche
- Extensivgrünland: südlicher Bereich der Eiderwiesen
- Grünland/ Gartenbrache, z.T. mit Obstbäumen: westlich der alten Wagenremise
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Wasser- und Feuchtflächen
- Röhricht: kleine Bestände am Obereiderufer, z.B. östlich vom Museumshafen (gesetzlich geschütztes Biotop)
- Sumpf: nördlicher Teil der Eiderwiesen (gesetzlich geschütztes Biotop)
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Grünflächen
- Parkanlagen: Park am Eisenkunstgussmuseum, Parkanlage an der Hollerstraße/Ecke Parkallee, Skulpturenpark
Rendsburg
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Gehölzbestände
- Einzelbäume - Ortsbild prägend ist eine Lindenallee am Obereiderhafen
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Wasser- und Feuchtflächen
- Röhricht: kleine Bestände am Obereiderufer
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Grünflächen
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