Städtebauliches Konzept

 

Die sich an der Öffnung zur Obereider orientierende Bebauung auf Büdelsdorfer Seite weist entsprechend der Zielvorgaben eine abnehmende Verdichtung zur Obereider auf. Durch Aufnahme der Hallenstrukturen, historischer Alleen (Hüttenweg, Vorwerksallee) und die Schaffung einer neuen Verbindungsachse zwischen den Städten entstehen Felder, an denen die Bebauung orientiert ist. Zusätzlich wird durch die Aufnahme der historischen Nord-Süd-Achsen eine Verbindung der bestehenden Stadtteile Büdelsdorfs zur Obereider ermöglicht. Die Bebauung entlang der Brückenstraße orientiert sich am Verlauf der Brückenstraße, um eine optimale Abschirmung der zum Grünzug orientierten Bebauung zu gewährleisten.

Durch die Ausrichtung auf Kunst und Kultur und die Einbeziehung des Blechwerkes in die Konzeption ergeben sich differenziertere Anforderungen an die räumliche Struktur. Für den Kupolofen und das Blechwerk ergibt sich die Notwendigkeit, entsprechend der hochwertigen Nutzungen attraktive Vorzonen und Eingangsbereiche vorzusehen. Ähnliches gilt für den an der Hollerstraße gelegenen angebauten Hallenteil der Carlshütte, der dem Kupolofen vorgelagert ist.

Auf Rendsburger Seite wird die Verbindung Büdelsdorfs und Rendsburgs durch die Richtung der Baukörper betont. Die Stellung der Baukörper orientiert sich am historischen Stadtgrundriss der Altstadt. Die Aufteilung der Baumasse in Einzelbaukörper und Teilabschnitte lässt vielfältigere Bebauungs- und Nutzungskonzepte zu. Die Realisierung in Teilabschnitten ist leicht möglich.

Abgeleitet aus den Zielsetzungen für das engere Rahmenplangebiet ergeben sich für die angrenzenden Bereiche Chancen in Hinblick auf die gesamtstädtischen Entwicklungen. Die Möglichkeiten zur Umsetzung dieser städtebaulichen Ziele sind auf das engste mit den Entwicklungsvorstellungen der ansässigen Unternehmen verknüpft. Nur nach Freiwerden von Flächen in Übereinstimmung mit den Unternehmen, können diese Ziele ohne Einschränkungen für angrenzende produzierende Betriebe umgesetzt werden. Trotz dieser Einschränkungen ist es sinnvoll, diese langfristigen Ziele der Stadtentwicklung zu formulieren und je nach Möglichkeiten zu verfolgen.

Teilbereiche auf Büdelsdorfer Seite:

  • Blick- und Bewegungsachsen als Verbindung Büdelsdorfs zur Obereider
  • Umnutzung der großflächigen Hallenbereiche je nach Verfügbarkeit und Integration der Hallenbereiche in das Stadtgefüge
  • Uferwanderweg und Renaturierung des nördlichen Obereiderufers

Teilbereiche auf Rendsburger Seite:

  • Fuß- / Radwegeverbindung über die Obereider
  • Schaffung eines durchgehenden südlichen Uferwanderweges vom Obereiderhafen bis zur Eiderbucht.

Vorgesehene Nutzungen auf Büdelsdorfer Seite:

  • Carlshütte: Nutzungsmischung aus Kunst, Kultur und Freizeit mit deutlichem Schwerpunkt im Bereich Kunst und Kultur
  • Nutzung des Kupolofens für Ausstellungen und Aufführungen
  • Einbeziehung des Blechwerkes als Kunst-, Auktions- und Markthalle
  • Direktorenhaus als gehobener Gastronomie- und Hotelstandort
  • Südlich an die Carlshütte angrenzend bis zur Obereider: Mischnutzungen aus Dienstleistungen und Wohnen mit abnehmender Verdichtung zur Obereider
  • Skulpturenpark mit Art Business Center und Einbindung der Remise
  • Zwischen Remise und Pferdehalterei entlang der neuen Verbindungsachse zwischen Büdelsdorf und Rendsburg: Wohnen im Park
  • Östlich der Brückenstraße, derzeitige ACO-Produktionsflächen: Gemischte Nutzungen aus Dienstleistungen (entlang der Brückenstraße) und Wohnen

Vorgesehene Nutzungen auf Rendsburger Seite:

  • Obereiderhafen: Gewerbe, Dienstleistungen, Hotel, Freizeit, Handel
  • Kerngebietsnutzungen insbesondere Nutzungen im tertiären Bereich zwischen Denkerstraße und Bahndamm